Vier Monate Knast für eine Demo, Radio-Interview

Im April diesen Jahres fand in Straßburg der Nato-Gipfel statt. Noch vor dem eigentlichen Gipfel wurden zahlreiche Demonstranten in Straßburg verhaftet. Einige von ihnen wurden kurz nach dem Gipfel in so genannten Schnellverfahren zu mehreren Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Philipp hatte das Schnellverfahren zwar ablehnen können, musste jedoch 4 Monate im Gefängnis auf seinen eigentlichen Prozess warten. Ein gemeinsamer Brief der inhaftierten Demonstranten an einen Abgeordnetten des Europaparlaments, in dem auf die menschenunwürdigen Haftbedingungen hingewiesen wurde, blieb ebenso folgenlos, wie ein Aufstand der Gefängniswärter, bei dem Autoreifen brannten und die Zufahrt zum Gefängnis blockiert wurde.
Philipp schildert dem der Redaktion Politik und Internationales im Radio Unerhört Marburg (RUM) 90,1 MHz die Umstände seiner Verhaftung, die Praxis der französischen Schnellverfahren, die Haftbedingungen, das Verhältnis zu den Wärtern aber auch die Aktionen und die Hilfe der zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützer.

Radiointerview:


1 Antwort auf „Vier Monate Knast für eine Demo, Radio-Interview“


  1. 1 Michael 10. November 2009 um 1:23 Uhr

    Aufschlussreiches Interview, gute Arbeit. Hab’s mir angehört und gleich noch was für die Angeklagten gespendet. Bloß nichts bieten lassen.

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