Mittlerweile ist ein Briefe schreiben nicht mehr notwendig, zu Dokumentationszwecken bleibt diese Seite jedoch erhalten.

An dieser Stelle findet ihr Infos wie ihr den Gefangenen schreiben könnt. Bevor ihr schreibt solltet ihr euch die folgenden Infos sorgfälltig durchlesen, ansonsten ist das Briefe schreiben vielleicht umsonst.

Da nicht alle Gefangenen von Strasbourg ihren Namen im Internet gestreut wissen wollen, findet ihr an dieser Stelle teilweise nur Synonyme oder die Vornamen der Gefangenen. Damit eure Post die Gefangenen aber erreicht haben wir eine Sammeladresse eingerichtet. Bitte legt euren Briefen einen frankierten, halbadressierten, Umschlag bei, vermerkt außerdem am Rand an wen ihr schreiben wollt.
Wenn ihr wollt das die Gefangenen euch zurückschreiben können, vermerkt auf dem frankierten Brief eure Adresse. Bitte bedenkt damit aber das dadurch der Knast auch eure Adresse hat.

Die Sammeladresse lautet:

***

Folgendes schreibt ihr als Adresse auf den frankierten Umschlag (Adresse des Gefängnisses:):

Bei Schreiben an Dogus den französischen Aktivisten (bitte nur auf französisch schreiben):

Maison d‘Arrêt de Strasbourg
Dogus
N° 36901
B.P. 10025
67035 Strasbourg, Cedex 2
France

Bei Schreiben an die beiden deutschsprachigen Aktivisten (sie wurden im Februar 2010 verlegt):

***

oder

***

Folgendes solltet ihr auch noch wissen:

Die Gefängnis-Leitung fühlt sich berechtigt Briefe zu lesen, weswegen es Verzögerungen in der Zustellung geben kann. Nicht berechtigt sind sie, Briefverkehr zwischen Anwalt und den Gefangenen zu überwachen. In Briefen dürfen bis zu 5 Briefmarken geschickt werden, wenn ihr also französische Briefmarken habt, lasst sie den Gefangenen zukommen.

Briefe aus Deutschland brauchen wohl 2- 7 werktage, Samstags gibt es keine Post im Knast.

Aus Sicherheitsgründen dürfen keine Pakete an Häftlinge geschickt werden. Pakete müssen an eine soziale Organisation gesendet werden, die sich um die Weiterleitung an die Gefangenen kümmert.

Wir wissen aber auch von einem Buch und einem leerem Buch, welches per Post gesendet wurde die es in den Knast reingeschafft haben. Gesendet wurde hier ein schwerer Brief (bis 500g zu 3 euro) kein paket.

Zum Inhalt der Briefe:

Bitte überlegt euch was ihr schreibt, es gibt keine Garantie darauf das die Post nicht noch von dritten gelesen wird, im Knast ist es sogar wahrscheinlich. Beschreibt nicht irgendwelche Straftaten in euren Briefen, auch hier gilt keine Aussagen! Auch die Beschreibung eines Umfelds kann Ermittlungsbehörden hilfreich sein. Je nach Prozessstrategie (im Falle von Untersuchungshaft) sind bestimmte Inhalte ebenfalls nicht zuträglich, Staatsanwaltschaften nehmen die Inhalte eurer Postsendungen gerne mal um Zugehörigkeiten zu konstruieren.
Und zu guter letzt auch noch ein Wort zur persönlichen Ebene: Die Gefangenen sind keine SozialarbeiterInnen oder BreifseelsorgerInnen und nicht jeder von den Leuten „drinnen“ möchte sich alle Probleme der Welt durchlesen müßen. Seit auch sensibel bei der Beschriebung von euren Erlebnissen, eine schöne heile Welt von „draußen“ vorgaukeln kann in der einen oder anderen Gelegenheit ganz schön depressiv machen.

Sie sind nicht allein:

Neben den Gefangenen von Strasbourg sitzen unzählige Menschen in Gefängnissen. Vielen von ihnen kann auch geschrieben werden. Einige Anti-Repressionsgruppen haben auch Gefangenenlisten und veranstalten regelmäßige Knastschreib-Workshops. Wenn ihr einigen der Gefangenen schreiben wollt, schaut doch mal auf dieser Seite nach:

http://www.abc-berlin.net/